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Birds of Paradise Lost

Ruben Cabaleiro im Oh Baby Anna | Foto: Klaudia Taday

Tänzer und andere Künstler haben durch die Schließung ihrer Wirkungsstätten stark gelitten. Die Düsseldorfer Fotokünstlerin Klaudia Taday hat acht Tänzerinnen und Tänzer in zwölf außergewöhnlichen Locations und paradiesischen Outfits in Szene gesetzt, um ihnen eine Stimme zu geben.

Klaudia Taday

„Aufgrund der aktuellen Situation sehe ich mich als Künstlerin herausgefordert, die Problematik der Pandemie künstlerisch umzusetzen und diese Zeitspanne mit der Kamera festzuhalten“, so Klaudia Taday.

Leer stehende Einrichtungen, Künstler, die kein Gehör finden, surreale Zustände, die an so manchen Entscheidungen zweifeln lassen – all diese Aspekte fließen in die Produktion „Birds of Paradise Lost“ ein.

Klaudia Taday: „Der Paradiesvogel steht in meinem Kunstwerk als Metapher für eine Randgruppe. Von allen begafft, bewundert, gemustert, außenstehend und teilweise unverstanden. Der Paradiesvogel wird tanzend in Bewegung, in einem auffallenden Erscheinungsbild, dargestellt. Das alles wirkt emotional und körperlich, im wahrsten Sinne des Wortes BEWEGEND.“

Der leere Raum, die Architektur, die Einrichtung, die vorhandene Lichtstimmung und die Farben stehen als Metapher für die Pandemie.
Die Aufnahmen fanden alle in Düsseldorf statt: In der Wagenwerkstatt von Jacques Tilly, im Kunstwerk von Dennis Josef Meseg, in den Bars Sir Walter, Oh Baby Anna, The Boston Bar, im Steigenberger Parkhotel, UCI-Kino, im Edel-Bordell VIP Club, in der Bistroküche der Hafenmeisterei, der St. Andreas Kirche in der Altstadt, auf dem Aussichtspunkt Schöne Aussicht im Grafenberger Wald, in einer Baugrube und auf einem Düsseldorfer Dach.

„Diese Fotoproduktion ist so fantastisch geworden, weil unglaublich tolle Menschen daran beteiligt waren. Und weil ich mit der Avantgarde der Fotokunst arbeiten durfte. Ich bekam eine Kamera mit einem besonders hochauflösenden System von Leica zur Verfügung gestellt, um eine Top-Bildqualität auch in richtig dunklen Räumen zu erhalten und diese Bilder stark vergrößern zu können.“
Die Stylistin Hannah Ernst hat mit großer Kreativität die paradiesischen Kostüme ausgewählt, Max Plaeth sorgte für die ausgezeichnete Haar- und Make-up-Kunst.

Weitere Informationen: www.klaudiataday.com